Roaccutan / Isotretinoin

Roaccutan (Roa) wird in der Regel nur bei sehr schweren Formen von Akne eingesetzt, bei denen die klassischen Behandlungsmethoden bisher erfolglos geblieben sind.

Der Wirkstoff in Roa ist Isotretinoin (Iso), ein Abkömmling des Vitamin A. Roaccutan ist eine sehr starke Arznei in Tablettenform und mit teilweise drastischen Nebenwirkungen. Gewissenhafte Hautärzte verschreiben Roa deshalb auch nur sehr selten bis gar nicht.

Wie wirkt Roaccutan (Roa)?

Roa bewirkt eine Verkleinerung der Talgdrüsen, was eine bis zu 90% geringere Talgproduktion zur Folge hat. Die Neubildung von Pickel und Akne verringert sich deutlich oder kann sogar vollständig zurückgehen. Das Ergebnis ist eine sichtbare Verbesserung des Hautbildes.

Zu Beginn einer Behandlung mit Roaccutan kann sich das Hautbild zunächst verschlechtern, und Pickel und Akne verstärken sich, bevor die Heilung einsetzt. Dies ist aber nicht die Regel und tritt nur in manchen Fällen auf.

Das Ziel einer Therapie mit Roaccutan ist die dauerhafte Befreiung von Pickel und Akne, was in etwa 60 – 80% der Fälle auch erzielt wird. Eine zweite Behandlung ist bei den anderen Betroffenen dann irgendwann mal nötig.

Die Dauer der Behandlung ist abhängig von einigen Faktoren, wie z.B. die täglich eingenommene Dosis, das Körpergewicht des Patienten und dem individuell für den Betroffenen angepassten Behandlungsverlauf. Im Regelfall ist mit einer Therapiedauer von 5 – 8 Monaten zu rechnen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Patienten berichten von unterschiedlichen Nebenwirkungen. Sehr häufig kommt es zu trockener Haut, trockenen Lippen, trockene Haare, Hautschuppung, trockene Augen, Muskel- und Gelenkschmerzen.

Häufig treten Nasenbluten, Nasentrockenheit und Kopfschmerzen auf. Selten zu beobachten sind Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Verschlimmerung einer vorhandenen Depression, Angstgefühle, Aggressivität, Hypersensitivität sowie Haarausfall.

Da Roaccutan bestimmte Blutwerte (Leberwerte, Blutfettwerte etc pp) beeinflussen kann, ist eine regelmäßige Blutkontrolle sehr wichtig.

Frauen dürfen während der Behandlungszeit mit Roaccutan auf gar keinen Fall schwanger werden, da das Kind mit großer Wahrscheinlichkeit mit Missbildungen geboren wird. Auch wenn bei dem Neugeborenen äußerlich keine Behinderungen zu erkennen sind, sind erst später zu bemerkende Intelligenzschäden höchst wahrscheinlich.

Während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach darf kein Blut gespendet werden.

 

Creme-gegen-Pickel.de © 2012 - 2019      Impressum & Datenschutz